Michail A. Xenos
Frankfurt am Main
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Die benachteiligte Revolution - Der Feminismus im Marxismus

11. 05. 2020 | Allgemein

Recht groteske Bilder erzeugt dieser letztere, inzwischen auch Altfeminismus genannte 68er-Feminismus dort, wo etwa seine prominenteste Vertreterin, Schwarzer, sich mit Kopftuch-Feministinnen (man nennt sie wirklich so) peinlich plagen muß7, oder wo sie sich von der Kölner Polizei belehren lassen muß, daß die Benennung der Herkunft von Vergewaltigern und Frauenschlägern als rassistisch gelte, oder wo sie – von den “transzendierenden” Feministinnen im Geleit orientalischer Kopftuchfrauen - selbst als Rassistin an den Pranger gestellt wird, weil sie die religiös motivierte Kopfbedeckung bekämpft.

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Schadenfreude? Nun, auch Antifeministen sind nur Menschen. Dennoch: Die Schadenfreude darüber, daß sich die “linke Intellektuelle” (so nannte sie sich häufig selbst) in der Falle wiederfindet, die ihr der linke Intellektualismus gestellt hatte, hält sich in Grenzen. Sie übersteigt jedenfalls an Ausmaß nicht das Mitleid, das ihr heute unsererseits gilt. Hätte sie nur, die linke Intellektuelle, jene Büchse eingehender inspiziert, die Pandora damals ihren Mit68ern feixend übergab… Doch Intellektualität und Intelligenz haben zwar eine gemeinsame Stamm, aber das wars dann auch schon.

Es ist in der Tat - wir haben es vorhin referiert - nicht das Vermögen linker Intellektueller ins Innere der Dinge und der Phänomene zu schauen und so ihre Programme im voraus nach Konsistenz abzuklopfen. Könnten sie das, wäre der Menschheit vieles erspart geblieben. In der Achtundsechziger-Büchse krabbelte nämlich eine morbid heterogene Belegschaft von lauter Unvereinbarkeiten, die schon in ihrem Behälter einander blutig bissen. Feminismus und Multikulturalismus waren zwei der Kobolde jener links-materialistischen Fauna. Lustvoll, aggressiv und feierlich wurde damals die Kiste geöffnet. Und “nun sind sie halt da!”

Die einzigen Frauen, die heute die importierte Herabsetzung der Frau und die reelle Gewalt gegen sie ansprechen und anprangern, und die sich übrigens um das Label “Feministin” kaum scheren, sind keine links-intellektuelle, sondern wach-konservative Frauen. “Populistinnen”, sagt der Linke dazu. Dann sei es so. Populisten heißen ja ohnehin alldiejenigen, die die wahren Zielsetzungen hinter der Pseudohumanität in linken Trickkisten erkennen und enttarnen. Und das ist nicht intellektuell, sondern einfach gescheit.

PS: Hier ein im Jahr 2012 an Schwarzer gerichtetes Schreiben. Unbeantwortet.

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Anmerkungen:

1. “Europa in der Gratwanderung...”, hier auf Geistsein.de

2. “Holland erklärt IS den Krieg”, welt.de, 17. 11. 2015

3. “Das dritte Leben des Kommunismus”, FAZ.net, 05. 04. 2020

4. “Islam-Verbände-wollen nicht über Homosexualität reden”, jungefreiheit.de, 20. 02 2019

5. Yascha Mounk in den Tagesthemen vom 20. 02. 2018

6. “Lufthoheit über Kinderbetten”, welt.de, 10. 11. 2002

7. “Streit zwischen Alice Schwarzer und Musliminnen eskaliert”, Bild-TV, 13. 05. 2019

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