Michail A. Xenos
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Birgitta Weber und die Instrumentalisierung

27. 01. 2018 | Ideologie und ihre Sprache

Offener Brief zu diesem Fernsehkommentar:

TT-Kommentar Birgitta Weber

„Lasst euch nicht instrumentalisieren.“ Ein Kommentar zum Umgang mit dem Hass und der Angst in Kandel von Birgitta Weber.

Posted by tagesschau on Mittwoch, 10. Januar 2018

Schönen Tag, Frau Weber,

mit etwas Verspätung ist mir zuteil worden, Ihren am 10. Jan. ausgestrahlten Fernsehkommentar, den Sie anläßlich der Folgeereignisse nach der brutalen Tötung einer 15jährigen Deutschen durch einen vermeintlich gleichaltrigen Afghanen in der Stadt Kandel abgegeben haben, auf der Internetseite Ihres Senders1 studieren zu dürfen.

Da Umfang und Konnotation Ihrer Begrifflichkeit jedoch so originär und eindrucksvoll das Scheitern des Denkens im politischen Disput der Gegenwart illustrieren, ist, meine ich, keineswegs zu spät für die hier erfolgende Analyse ihres gedanklichen Vorgehens im genannten Kommentar.

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An das ZDF – Warum ich keinen Rundfunkbeitrag zahle

17. 11. 2017 | Intern

Offener Brief

Teures ZDF-Team,

bei der diesjährigen Verleihung Ihres XY-Preises im vergangenen Oktober hatten Sie auch eine junge Dame namens Saskia Jürgens “für ihr mutiges und vorbildliches Handeln” ausgezeichnet. Dieses bestand darin, das Leben zweier junger Männer zu retten, die “von zehn offensichtlich aggressiven Jugendlichen”, welche “mit Elektroschockern und Messern bewaffnet” waren, angegriffen und offenbar massakriert werden sollten.

Aber halt! Sagten wir nicht eben “mit… Messern”?  |weiter|

Das Menschliche und seine Verächter

22. 10. 2017 | Gesellschaft und Politik

Wenn ich empfinde,
Für das Gefühl, für das Gewühl
Nach Namen suche, keinen finde,
Dann durch die Welt mit allen Sinnen schweife,
Nach allen höchsten Worten greife,
Und diese Glut, von der ich brenne,
Unendlich ewig, ewig nenne…
                        – Goethes Faust

Betrachtet man die Konnotationen des Wortes “menschlich” im heutigen Sprachgebrauch, fallen einem zwei Verwendungsweisen auf: Nach der ersten wird jemand “menschlich” im Sinne von “human” genannt, nur mit eindeutig sentimentaler Gewichtung. Er wird von dem Gefühl des Mitleidens bis hin zu selbstlosem Einsatz bestimmt; er ist hilfreich und edel, oder jedenfalls erzeugt er gerne dieses Bild von sich. Als menschlich gilt demnach, wer vor lauter Rührseligkeit Tränen bei traurigen Filmszenen hervorbringt oder an seiner gefühlsmäßigen Anteilnahme an den Leiden der Welt selber leidet oder solches vorgibt. Zweitens wird menschlich als Synonym des Unzulänglichen verwendet, als Faktor für Verfehlen und Versagen.  |weiter|

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