Michail A. Xenos
Frankfurt am Main
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Europa in der Gratwanderung zwischen Individuation und Selbstauflösung und die Stunde der Patrioten

01. 01. 2015 | Gesellschaft und Politik

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Nun ausgerechnet während der Zeit, da die Erkrankung gegen das Eigene zu wirken begann, kamen auch die ersten Eingewanderten als Vertreter und Wirkungsessenz des Fremden im Eigenen, in ein Eigenes, das immer schwerer angefeindet wurde. Und offenbar konnte das Fremde nicht fremd genug sein. Denn ein Überblick dieser Phase zeigt, daß die Einwanderung von anfänglich vorwiegend südeuropäischen Gastarbeitern, die selbstverständlich auch Mentalitätsdifferenzen mit ihren nördlicheren Gastgebern zu ebnen hatten, sukzessive in eine solche gelenkt wurde, die Menschen aus Kulturlandschaften aufnahm, die dem vornehmlichen Merkmal der abendländischen Moderne, der Individuation, am entferntesten gegenüber standen, was zu der radikalisierenden Symbiose führen mußte, die wir anfangs beschrieben.

Führen wir uns jetzt zusätzlich in den Sinn, daß Individuation keine westliche Luxuslaune, sondern eine unumgängliche und unumkehrbare evolutionäre Konstante ist, die einmal jeden Kulturkreis erfaßt haben wird. Unter dieser Prämisse führte man also den Islam dort ein, wo er sich selbst als Auslaufmodell des kulturellen Fortschritts erfahren mußte. Außer, er würde sich bis zur Unkenntlichkeit reformieren. Aber durch wen? Durch die, die in pathetischen Unterwerfungsgebärden ihre spirituelle Erhebung finden? Oder durch die feministische Theologie?

Kurze Bestandsaufnahme

Was nun die erwähnte Erkrankung betrifft: Ist ein neuer Erreger entdeckt worden, sollte aus Belangen der gemeinschaftlichen Hygiene jeder Gefährdete untersucht werden. Nicht notwendig wäre das natürlich bei Patienten, die sichtbarlich im Endstadium der Erkrankung vor sich hin siechen. Jene sonderbare menschliche Fauna aus roten Floras etwa, die mit der irritierenden Vorsilbe in ihrer Bezeichnung als Kämpfer gegen den Faschismus auftreten, und unter diesem Zeichen in den Innenstädten alles terrorisieren, was sich ihren Denkdiktaten verwehrt. Vor diesen kann sich die Gesellschaft nur schützen; sie heilen zu wollen, wäre vergeblich. Hoffnungslos in selbiger Hinsicht wären auch jene Kader in festgeschlossenen Reihen, die gegen jedes traditionelle Erbe antreten, das eigene Volk “verdünnen” wollen, sich mit “nie wieder Deutschland” aufreizen, aber Protestbürger mit weinerlich arroganter Miene als “Mischpocke” beleidigen, ohne zu bedenken, woraus sie selbst hervorgekrochen sind.

Doch natürlich hat ein Volk das Recht, seine Delegierten, diejenigen nämlich, die seine Belange wahrnehmen sollten, nach Spuren des heimtückischen Erregers zu untersuchen. Diese würden sich gewiß auch in der Sprache der Kandidaten nachweisen lassen. Und welcher thematische Kontext wäre passender für die Offenlegung eines gefährdeten Bezugs zum Eigenen als die Auslassungen über das Fremde? So hörte also das Volk eine ganze lange Zeit lang seine Granden sprechen und schwieg.

Es schwieg und hörte, wie sie sich vom “Temperament” der Eingewanderten entzückten und wie sie die “Bereicherung” des Landes schwärmerisch priesen, ohne das kriminelle Potential derselben Personengruppe zu erwähnen, obwohl Gewalttaten von sogenannten “Jugendlichen” beinahe täglich schockierten, und das Wort “Intensivtäter” mit dem Milieu der Eingewanderten schnell konnotiert war.

Es hörte, wie Schulen Hilferufe an den Staat sandten, weil der Schulalltag von einer nie dagewesenen Aggressivität verunmöglicht wurde; es hörte und sah, daß deutsche Schüler von oft überzähligen fremden beleidigt, gemoppt und terrorisiert wurden, doch es hörte zugleich seine Kanzlerin, die in Videobotschaften um mehr “Toleranz” für die Peiniger warb.

Die Menschen sahen mit, wie gewissenhafte Beamte in Sicherheitsbehörden, die sich entschlossen zeigten, tatkräftig gegen die Auswüchse vorzugehen, alsbald in ihrer Behörde versetzt, oder im Wald erhängt aufgefunden wurden.

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