Michail A. Xenos
Frankfurt am Main
anxenos at yandex.com
 
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Wenn Vielfalt ihr Gesicht zeigt

22. 05. 2019 | Ideologie und ihre Sprache

Merkt der Leser was? Klar doch: Er merkt die Labilität, Inkonsistenz und Verweslichkeit der Begriffe, mit denen Linke ihr Bewußtsein zugemüllt haben, und dasjenige der Gesellschaft auch gerne zumüllen würden: “Toleranz”, “Vielfalt”, die Kolonialsünden des “alten weißen Mannes” als nachhaltige Last auf die betroffenen Länder. All dies kippt um, sobald es nur berührt wird. Eine Vielfalt, die auch Steinigung – von wem auch immer – enthielte, wäre eine unerträgliche Gesellschaftsform, und niemand weiß, wie viele von den entfesselt Eingewanderten der letzten Jahre eine ähnliche Weltanschauung wie die des Sultans Hassanal Bolkiah von Brunei Darussalam mitgebracht haben.

Und was hat auch “Buntheit”, dieser saloppere Ausdruck für “Vielfalt”  mit jedweder Gediegenheit zu tun? Ist es nicht eher so, daß intellektuell unerwachsene, nämlich Kinder, bunter malen, der erwachsene Künstler aber sich durch ausgewogen dosierende Nuancierung der Farben kennzeichnet? Und wer will es schon “zu bunt” haben? Ist es nicht ein Armutszeugnis für gestandene Politiker, wenn sie wie vom Kindesgeiste besessen “Buntheit” und “Vielfalt” kolportieren, als würden sie sich an Behämmerte richten?


Vielfalt! (Bild: pixabay)

Frage an krasse Buntisten: Was heißt “Berlin ist bunt”? Ist die Stadt jetzt für die Berliner sicherer, heimischer, liebenswürdiger geworden? Ist die Bevölkerung auf den Straßen solidarischer, der öffentliche Raum adretter und zugänglicher? Das Wohnen schöner und erschwinglicher? Hat sich wärmende Nähe durchgesetzt oder eher Entfremdung, sogar Haß? Wer hatte sich in Berlin nach Buntheit gesehnt, als die Stadt sicherer, heimischer, sauberer war? Wer sehnt sich heute, da die Stadt “bunt” ist, nach Sicherheit, Heimat und Reinlichkeit? Sind das “die Nazis”, ihr Idioten?

Aber es gibt ja die Lösung, sie heißt wie schon gesagt “Integrationsbemühungen”. Lasset uns also, liebe gute Menschen, seine späte Frömmigkeit den Sultan von Brunei und seinesgleichen mühevoll integrieren, und alles paletti! Oder nicht? - “Vielfalt”, warnte neulich ein Vortragender in Berlin, “das bedeutet, daß Weiße klatschen, während Muslime Homosexuelle ermorden und Juden aus dem Land vertreiben.” Es war Milos Yannopoulos.4 Ein starker Satz! Ich hätte allerdings “kann auch” hinzugefügt, ich hätte gesagt: “Vielfalt kann auch bedeuten, daß…”. Denn durchweg gelungene Vielfalt gibt es sicher auch. Es kommt eben immer darauf an, was sich irgendwo vervielfältigt, weswegen man Einreisende selektieren sollte. Und nein, das ist keine “Abschottung”. Wann kapieren es endlich die Einfältigen!

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Anmerkungen:

1. Aus “Vielfalt und Auflösung
2. Marie Krarup, Dänische Volkspartei
3. Beitrag auf Achgut.com “Liebe Linke...
4. Die Rede von Milo Yannopoulos

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