Michail A. Xenos
Frankfurt am Main
anxenos at yandex.com
 
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Das Menschliche und seine Verächter

22. 10. 2017 | Gesellschaft und Politik

Wenn ich empfinde,
Für das Gefühl, für das Gewühl
Nach Namen suche, keinen finde,
Dann durch die Welt mit allen Sinnen schweife,
Nach allen höchsten Worten greife,
Und diese Glut, von der ich brenne,
Unendlich ewig, ewig nenne…
                        - Goethes Faust

Betrachtet man die Konnotationen des Wortes “menschlich” im heutigen Sprachgebrauch, fallen einem zwei Verwendungsweisen auf: Nach der ersten wird jemand “menschlich” im Sinne von “human” genannt, nur mit eindeutig sentimentaler Gewichtung. Er wird von dem Gefühl des Mitleidens bis hin zu selbstlosem Einsatz bestimmt; er ist hilfreich und edel, oder jedenfalls erzeugt er gerne dieses Bild von sich. Als menschlich gilt demnach, wer vor lauter Rührseligkeit Tränen bei traurigen Filmszenen hervorbringt oder an seiner gefühlsmäßigen Anteilnahme an den Leiden der Welt selber leidet oder solches vorgibt. Zweitens wird menschlich als Synonym des Unzulänglichen verwendet, als Faktor für Verfehlen und Versagen.  |weiter|

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Vielfalt und Auflösung

21. 05. 2017 | Ideologie und ihre Sprache

Nietzsches zwei Ebenen des Verbrechens

Die umfassenden Sicherheitsmaßnahmen, die aufgrund der Gefahr radikal-islamischer Anschläge bei Massenbegegnungen heute Usus geworden sind, Maßnahmen, die für die moderne Gesellschaft bisher ungekannte Freiheitseinschränkungen bedeuten, lassen einen Gedanken Nietzsches über das Verbrechen aufkommen, das dort “zurückbildend” genannt wird. Zurückbildend sei das Verbrechen, weil es die Gesellschaft “auf frühere Stufen der Kultur” zwingt, als die Stufe, auf der sie sich befindet.  |weiter|

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Gesinnung, Identität und Politische Korrektheit

03. 01. 2017 | Ideologie und ihre Sprache

Wem die Felle davonschwimmen, dem kann man eine gewisse Verwirrung nicht verdenken. Ein ganz besonderer Härtefall ist es aber dann, wenn derjenige noch dazu und allem Anschein zum Trotz behauptet, der Strom fließe in die entgegengesetzte Richtung als die, in die sein Hab und Gut hoffnungslos dahinschwindet.  |weiter|

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