Michail A. Xenos
Frankfurt am Main
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Die fürchterliche Rache der Gutmenschen an dem Terror!

22. 02. 2016 | Zeitgeschehen

Wem ist noch nicht der Unsinn aufgefallen, den Politiker und Medienfritzen verzapfen, wenn wieder irgendwo Angstanbeter Entsetzen verbreitet haben oder es zu tun androhen? Man solle bloß keine Angst haben, heißt es, denn sonst täte man ja den Terroristen einen Gefallen, und dies solle man nicht wollen.

Angst aber doch, solange sie nicht die persönliche psychische Disposition eines damit Geplagten ist, stellt sich nun mal aus bestimmten Gründen ein und verschwindet auch erst wieder mit diesen. “Liebe, liebe Angst” zu flehen, “gehe doch bitte weg, sonst tust du den Terroristen einen Gefallen, und das willst du doch nicht”, wäre kein entlastendes Selbstgespräch.

Doch hinzu kommt von derselben Seite eine weitere, nicht minder zweifelhafte Freude, die wir Pächter der Freiheit den Terroristen verwehren sollen: die Freude unserer “Abschottung” (das Wort steht im links-orthodoxen Sprachgebrauch für die kontrollierten Grenzen eines intakten Staates). - Bleiben wir nicht sperrangelweit geöffnet, “weltoffen” für alles und jeden, der, in welcher Absicht auch immer vorbeischauen will, tun wir auch wieder den Falschen richtige Freude und einen Gefallen, denn nichts anderes soll ihnen so sehr behagen wie unsere “Abschottung”!

Wirklich? Fassen wir beide Forderungen nach deren eigenwilliger “Logik” zusammen, kommt dann Folgendes heraus:

Eine ideologisch versteifte sogenannte Weltoffenheit läßt in Europa alle rein, auch diejenigen, die eines Tages an öffentlichen Orten europäischer Großstädte vor den Augen von “Beamtinnen und Beamten” der kastrierten Sicherheitskräfte und einer panisch-gelähmten Bevölkerung ihre morbiden Rituale an Körperteilen Unschuldiger vorführen könnten. Doch dann wären wir an der Reihe! Dann dürften wir nämlich zurückschlagen, und unsere Rache würde fürchterlich für die Monster sein, denn sie bestünde darin, ihnen den Gefallen zu verweigern, die Angst zuzugeben, die sie deswegen importieren konnten, weil unsere “Weltoffenheit”, die wir aufrechterhielten, um ihnen keinen Gefallen zu tun, ihnen den Gefallen tat, sie hineinzulassen, um die Angst zu verbreiten, die wir jetzt gnadenlos leugnen, um ihnen keinen Gefallen zu tun...

Ha! Gebohrt, aber überhaupt nicht wehgetan! Wird es jetzt etwas klarer, unser “Eliten”-Denken?

Ich höre einen grölenden Dauerlacher, der, aus allen Teilen der Welt herkommend, sich ohrenzerreißend über Europa entlädt, und ein Gutteil davon scheint mir mit Allahu-akbar-Intonationen durchmischt zu sein. Hören Sie ihn nicht auch, liebe Leser?

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