Michail A. Xenos
Frankfurt am Main
anxenos at yandex.com
 
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Die Übernächstenliebe oder die Kirchen in der Verwesung

18. 01. 2016 | Zeitgeschehen

Wenn Kirchen bei Volkskundgebungen ihre Lichter ausschalten, demonstrieren sie mehr ihre eigene Verdunkelung als sie denken

Die islamischen Gotteskrieger massakrieren Andersgläubige, die christlichen Hirten wollen offenbar möglichst viele von ihnen legal oder illegal ins Land holen, sie rundum betreuen und auf Kosten – nicht nur finanzielle - ihrer Lämmer durchbringen. So etwas gebietet das Christentum, es nennt sich Nächstenliebe, hört man die Geistlichen sagen. Nun sind Asyl und Einwanderung, Staatsgrenzen und deren Schutz oder Öffnung Angelegenheiten des Staates und nicht der Kirchen. Dennoch wird man nach dem Kunstgriff der überhandnehmenden Staatskunst Angela Merkels, das Land allen Beeinträchtigten und Abenteurern dieser Erde zugänglich zu machen, von Kirchenvertretern mit einer durchaus aggressiv zu nennenden Nächstenliebe-Frömmelei gepiesackt, die man nur ertragen könnte, wenn man seinen Verstand beseitigt hätte.

Hat man das aber nicht, wird man nunmehr als Bedenkenträger gegenüber dem Merkelschen Volksmißbrauch eben nicht nur von den üblichen Tatverdächtigen, als da wären die Grünen und Roten aller Blockparteien plus ihre spiritualistische NGO namens EKD, zum Abschuß freigegeben, nein, auch bei den Katholiken scheint mittlerweile die “Kirche von unten” prächtig gediehen und bis zur Spitze ihrer Institution vorgestoßen zu sein.

Dabei stellen sich die Vehemenz und Permanenz, mit denen Politiker wie Kirchenvertreter ihre willkommenskulturellen Affekte ausleben, unter dringenden Verdacht, kaschierte Aversion und Kaltherzigkeit gegen die eigene Bevölkerung zu sein: Während etwa ein SPD-Knilch den Deutschen erklärt, daß sie kein Recht auf ihren errungenen Wohlstand hätten, bevor sie die Feuer in allen Höllen dieser Welt gelöscht haben1, verpredigt sich eine verwirrt wirkende Geistlichkeit mit der Botschaft, daß sie, die Deutschen, auch auf “die Weise, in Frieden zu leben”, wohl werden verzichten müssen den Scharen zuliebe, die vom bescheuerten Allparteienbund ins Land gelassen wurden2. Was damit gemeint sein könnte, zeigte sich in der darauffolgenden  Silvesternacht in deutschen Großstädten, siehe etwa den Polizeibericht von Köln3.

Zum Abschluß dieser Zustandsbeschreibung soll folgender Kommentar gereichen: Wird dieses Volk bei den kommenden Wahlen seinen entsetzlichen “Vertretern” nicht die passende Quittung ausstellen, hat es jeden Verrat verdient.

Worum es uns hier hauptsächlich geht, ist der Stand der christlichen Institutionen wie sich dieser anhand der angedeuteten klerikalen Auslassungen zeigte, die während der zuletzt verstrichenen Weihnachts- und Silvesterzeit geballt kundgetan wurden. Und sie belegen: Die Kirchen sind spirituell mausetot. Sie hätten einem vorhandenen geistigen Bedarf nichts mehr zu bieten, sie setzen wohl einen solchen nicht einmal mehr voraus. Alle Botschaft, die die breite Bevölkerung auf offiziellem Weg erreichte, war eine politisiert gutmenschliche und karitativ unterweisende mit deutlicher Intention in Richtung Selbstaufgabe zugunsten einer abrupt sich vermehrenden gestaltlosen Masse von Ankömmlingen aus andersartigen und großteils als anpassungsunfähig erwiesenen Kulturkreisen.

Nicht eine dieser Verlautbarungen während der christlichen Festtage bezog sich auf Inhalte, die irgendeinen anthropologisch-spirituellen Aspekt berühren würden; die Geistlichen boten nur noch tendenziös politisiertes Gesülze. Ja, man möchte meinen, jeder Hobby-Guru aus einem Esoterikseminar wäre ergiebiger im Aufbieten tieferer christlicher Exegese als die Oberhäupter der soziologistischen Einrichtungen namens Kirchen. Und man sieht sich zu der Vermutung berechtigt, daß ihre geoffenbarte Inhaltslosigkeit selbst der Grund ist, warum sie sich mittlerweile fast ausschließlich auf das karitative Standbein verlegt haben, und das mit der Forderung nach einer Selbstlosigkeit, welche, wirklich angewandt, auch alle Kraft erlahmen ließe, die zur Bewältigung der herbeigerufenen Krisen nötig wäre.

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