Michail A. Xenos
Frankfurt am Main
anxenos at yandex.com
 
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Merkel – Die Rache der Dichter und Denker

25. 10. 2015 | Zeitgeschehen

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“Angie” ließ nämlich tags darauf die ohnehin offenen Pforten des Landes sperrangelweit aufreißen und verkündete zugleich weltweit ihre Großabsicht, die Zehntausende der “Flüchtlinge” vor Ungarns gerade geschlossenen Grenzen und aus dem fernen Elend der muslimischen Höllenwelten in Deutschland zur Tafel zu bitten. Nachdem binnen weniger Tage die Republik so ohnmächtig vor dem provoziertem Zustrom stand, daß sich das Städte- und Kommunenpersonal für die Organisation der Aufnahmestellen im Netz flennend und flehend gebärdete, derweil die Verursacherin befremdende Selfies mit “Flüchtlingen” aus aller Welt publizierte; während sich herausstellte, daß die von Politik und Medien zu Fachkräften und Sozial-Bereicherern berufenen Ankömmlinge großteils Analphabeten-Massen waren, deren bis zum Jahresende errechnete Anzahl – ohne die der noch zu erwartenden Angehörigen – eine Million zusätzliche Sozialhilfeempfänger dem Land bescheren würde; und während der Frust der Herangetrommelten in der Enge ihrer Notunterkünfte bei einsetzender Winterkälte archaisch-kriminelle Mitbringsel ihres emotionalen Temperaments zur Entfaltung verhalf, und massive Polizeieinsätze den Alltag in den Heimen bestimmten, und zugleich die Angst der Terrorgefahr um ging…

… während alldem erschien sie im audiovisuellen Äther des Staatsfernsehens um zu bekräftigen, daß ihr Zahlen egal seien, und daß die Bürger kapieren sollten, es gäbe kein Entkommen aus ihrem “Plan”!

Ja, das kann sie. Mittlerweile haftet ihr nach manchem Kommentator etwas Irres an, manche sehen auch etwas Mystisches an ihr, was wohl aus dem Unerklärlichen ihrer Sturheit resultieren dürfte, die sie auch nach allmählich einsetzender Isolation tapfer verteidigt. (Als Ausweg aus der Aporie nahm mancher die Vermutung, sie hätte es auf den diesjährigen Friedensnobelpreis abgesehen, der tatsächlich in dieser Zeit anstand, zum Glück aber nicht an sie verliehen wurde.)

Merkel als kultureller Verstoß

“Die Zeit ist reif für eine Frau an der Spitze”, oder “Es ist höchste Zeit für eine Frau”. Erinnern wir uns? Das war die unablässige Kolportage, mit welcher der volkspädagogische Journalismus der Nullerjahre das Alltagsdenken penetrierte, als zugleich die Frau an der Spitze der CDU sich anschickte, die Frau an der Spitze des Staates zu werden. Es traf sich günstig, denn inzwischen galt auch für die einst konservative Partei Merkels das virtuelle Volk, das die Medien durch ihren veröffentlichten Meinungskodex in Sachen Geschlechter, Umwelt, Klima, Immigration und Multikulti gleich einer potemkinschen Kulisse aufgestellt hatten, als das Volk, das die Inschrift über dem Reichstagsportal meint. Das ist es aber nicht, und das wird heute immer deutlicher.

So nahm also die Partei ihre Merkel und machte sie zur Kanzlerin. “Kann dir dat?” Schnurzegal, sie wird es können müssen, schließlich könnte auch eine Kuh in die Erdumlaufbahn geschossen werden, wenn es nur der Wissenschaft diente. Oder der Partei. Ähnlich scheint auch Deutschlands prominenteste Feministin Merkels ersten Aufstieg innerhalb ihrer Partei empfunden zu haben. Der Spiegel einst dazu: “Ausgerechnet Schwarzer rutschte heraus, Angela Merkel sei an die Spitze der CDU ‘gespült worden’, wofür sie einen erstaunten Blick nicht nur der CDU-Chefin erntete und schnell ergänzte, sie meine das als Kompliment: Die Basis habe sie nach oben getragen.“9 Ein mal Richtiges ausgesprochen, und es eilends wieder vernebeln müssen – Feministinnen…

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