Michail A. Xenos
Frankfurt am Main
anxenos at yandex.com
 
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Warum die Grünen auf keinen grünen Zweig kommen werden

12. 02. 2019 | Zeitgeschehen

Oder stimmt dies letztere vielleicht gar nicht? Denn die Grünen mögen sich zwar nicht legislaturperiodenlang in erschöpfenden Zwangskoalitionen aufgerieben haben, ihre Konzepte allerdings wurden von Muttis Instinktpolitik systematisch ausgeweidet und die unappetitlichen Relikte pflastern heute wie Beutegut den Weg ihrer unseligen Trampeltour durch die historische Landschaft: Euro, Migration, Energiewende, Volksverachtung, Willkommenswahn…

Die Grünen wirkten somit zwar subkutan aber effizient, durch ihren Einfluß nämlich auf die Regierungsparteien ohne direkte Machtbeteiligung, ähnlich einer Infektion, die unsichtbar unter der Haut ihre beschwerliche Aktivität entfaltet. Stößt die Entzündung aber einmal bis zur Oberfläche vor, zeigt sich an der Stelle ein veritabler eitriger Pickel, der als Nächstes allerdings dann platzt oder entfernt wird!

Muß es so weit kommen? Schauen wir mal, wer dies will, sprich, wer die Grünen wählt:


Sonnenblumenfeld in Bergen bei Frankfurt am Main, Herbst 2018

Ihre zuletzt ergatterten 8 bis 10 Prozent bundesweit wurden vorwiegend von jungen Menschen angetragen, die noch relativ frisch aus ihren - wie sagt der Populist so schön: “grünlinks versifften”? – Bildungsstätten in die Welt der Wahlberechtigten entlassen wurden. Plus einer gewissen, meist urbanen Polit-Schickeria aus der Nähe des Künstlertums und der Medienschaffenden. Gelegentliche Hoffnungsschimmer darüber hinaus bei Wahlprognosen erwiesen sich stets als Blasengebilde, denen bei den nachfolgenden realen Wahlen die Luft jäh entwich.

Im Herbst 2018 wählte jedoch zusätzlich ein beträchtlicher Teil anderer Linker, etwa SPD-“Exilanten”, die in ihrer bisherigen Partei keinen Garanten ihrer Ansprüche mehr sahen, die Grünen. Viele fanden in ihnen aber auch ohnehin die genuine Vertretung für die eifrigen Operationen der internationalen Linken, wie sie oben aufgeführt wurden. Bedenken wir, daß alle Initial-Parameter des politischen Mainstreams: Femi, Öko, Klima, Multikulti etc. im Original grünen Manifestationen entsprechen.

Schließlich kamen hinzu eher upolitische Mitläufer, die dem wärmend kollektivistischen Anreiz des Dazugehörens erlagen, den die Medien, auch und gerade die öffentlich-rechtlichen, mit einer durchweg positiven Überpräsentation des pittoresken grünen Spitzenduos in ihren Sendungen fortwährend förderten.

Wie viele Stimmen aus dieser Mixtur den Grünen weiterhin die Treue halten werden, kann zur Zeit nicht solide ermittelt werden. Doch sicher gibt es unter ihnen viele Dieselfahrer, die erst später, nach den Tagen der Grünen-Erfolge, von Fahrverboten attackiert wurden. Und es gibt wohl auch solche, die nicht viel davon halten, wenn Grundschulen auf Notenzeugnisse verzichten können sollen, aber Toiletten für das unbekannte Geschlecht installieren müssen. Ernüchterung wird kommen, ganz bestimmt! Schlimmstenfalls bei bundesweiter Regierungsbeteiligung der Favorisierten, wenn solches Schicksal dem Land nicht erspart bleiben soll.

Damit wäre aber die Infektion auf die Hautoberfläche als unschöner Pickel vorgestoßen. Hoffen wir für diesen Fall, daß bis dahin eine gestandene Opposition im Parlament sitzt, die ein kleines Skalpell, Desinfektion und Pflaster griffbereit hält.

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